8 Kunstinstallationen an 8 Bahnhöfen

Seit 180 Jahren gestaltet die Eisenbahn das Erscheinungsbild Österreichs wie kaum ein anderes Unternehmen und prägt das tägliche Leben aller Österreicherinnen und Österreicher.

Die ÖBB bauen Infrastruktur für Generationen, bringen tagtäglich tausende Menschen an ihr Ziel und sind ein bedeutender Wirtschaftsmotor des Landes. Passend zu diesem Jubiläum bieten acht Kunstinstallationen – sogenannte Lichtblicke – an acht ausgewählten Bahnhöfen spannende Einblicke in die Geschichte der Bahn in Österreich.

Acht Kunstinstallationen laden zum Staunen ein

Für die Hauptbahnhöfe der Städte Graz, Klagenfurt, Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn entwickelten acht nationale und internationale KünstlerInnen Lichtblicke, die unter verschiedenen Mottos stehen. Die Kunstinstallationen sollen Bahnhofsgäste und Interessierte erfreuen, inspirieren, zum Staunen anregen und neue Perspektiven eröffnen.

Jede der acht künstlerischen Arbeiten ist mit einem Einblick in die Welt der Eisenbahn verbunden, um einen Brückenschlag über das Werk und den Ort zum Anlass zu schaffen. So werden viele spannende Informationen über die Geschichte und die Entwicklung der Bahn geboten: Oder haben Sie gewusst, dass die ÖBB so viele Kilometer pro Jahr zurücklegt, dass Sie von der Erde bis zur Sonne fahren könnten?

Vom 23. November bis Ende Dezember können auch Sie staunen:

Klagenfurt

Der „Raum/Zeit-Transformer“ (2017) von Tomas Hoke am Hauptbahnhofs in Klagenfurt. Der gebürtige Wiener montierte hierfür 24 Leuchtstoffröhren strahlenförmig an einen leicht gebogenen Ring. Dieser schwebt über dem Haupteingang und dreht sich gegen den Uhrzeigersinn. Entgegen dieser Richtung läuft in unterschiedlichen Geschwindigkeiten das blaue Licht der Strahlen. Die Installation steht unter dem Motto Wahrnehmung.


St. Pölten

Der Niederösterreichische Künstler Clemens Fürtler steuert die Kunstinstallation in der Bahnhofshalle am Hauptbahnhof in St. Pölten bei. Aus Modellbauteilen für Eisenbahnen setzt Fürtler eine Skulptur zusammen, die einen endlosen, dreidimensionalen Loop über drei Stockwerke bildet. Zur Bildmaschine lässt er sie durch fahrende Lokomotiven mit LED-Scheinwerfern werden. Sie werfen Schattenbilder ihrer Miniaturlandschaften an die umliegenden Wände. Passend dazu steht das Projekt unter dem Motto Geschwindigkeit.


Linz

Das „Lichtseil“ (2017) des gebürtigen Grazers Max Frey ist am Linzer Hauptbahnhof beim Haupteingang zu bestaunen. Hinter der Installation steckt der Leitgedanke Dynamik: Zwei fünf Meter lange Lichtseile hängen zwischen den Verstrebungen der gläsernen Fassade hoch oben in der Luft. Sie werden von zwei Motoren angetrieben, die die Seile schwingen lassen. Durch die Bewegung entstehen unterschiedlich geformte Lichtkörper.


Graz

Medienkünstler Peter Kogler lebt und arbeitet in Wien. Er steuerte den Lichtblick für den Grazer Hauptbahnhof unter dem Motto Erinnerung bei. Dafür lässt er am Bahnhofsvorplatz den Stummfilm „Ankunft eines Zuges in der französischen Hafenstadt La Ciotat“ (1897, © Institut Lumière) projizieren.


Wien

Rainer Kehres‘ „Seidenstraße“ (2017) ist ein Langzeitprojekt des deutschen Künstlers. Der Globenbogen macht nun am Wiener Hauptbahnhof Station. Hier spannt er sich über den Haupteingang als Metapher für ein Portal in die Welt. Das dazugehörige Motto lautet Orientierung.

Rainer Kehres

Salzburg

An der Außenfassade des Salzburger Hauptbahnhofs trifft man auf eine digitale und analoge Großbildprojektion. Diese trägt den Titel „WOHIN eine subjektive“ (2017) und stammt von der Video- und Projektionskünstlerin starsky. Die Installation steht unter dem Motto Vision und beschäftigt sich mit Bewegung, mit Reisen, dem Vorübergleiten von Landschaft und Städten, dem Ankommen und Verweilen.

Foto: Franz Neumayr/SB

Dornbirn

Der Norweger Stig Skjelvik steuert den Lichtblick am Bahnhof Dornbirn unter dem Motto Interaktion bei. Die Installation befindet sich in der Unterführung und nennt sich „Dobpler Wall“ (2017), ein interaktives LED-System, das auf vorbeigehenden Menschen reagiert und ihren Schatten als Lichtbild zurückwirft.

ÖBB Bahnhof Dornbirn LED © Udo Mittelberger

Innsbruck

Der letzte der acht Lichtblicke ist am Dach des Innsbrucker Hauptbahnhofs zu finden. Die Installation trägt den Titel „Keyframes“ (2011) und stammt vom französischen Künstler Thomas Veyssiere. Der dahinterstehende Leitgedanke lautet Begegnungen: 90, aus Lichtröhren zusammengesetzte Figuren schlendern, tanzen und interagieren auf einer 20 Meter langen Bühne miteinander. Ihr Bewegungsfluss entsteht durch die präzise Programmierung von Lauflicht.